12. Oktober 2013 - Hilfsorganisationen üben Hand in Hand

5. Gemeinsamer Übungstag von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW

Auch in diesem Jahr fand in Hallbergmoos der gemeinsame Übungstag von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW statt. Die Organisation lag in diesem Jahr in den Händen der Feuerwehr Goldach und des Malteser Hilfsdienstes. Die rund 100 Teilnehmer wurden traditionsgemäß mit mehreren "Schreckensszenarien" konfrontiert. Eine Explosion auf einem Industriegelände mit mehreren Einsatzabschnitten und ein Verkehrsunfall mit Gefahrstoffaustritt.

Wenngleich der Übungstag dieses Jahr etwas kleiner ausfiel, hatten es die vorbereiteten Szenarien wieder in sich:

 

Explosion auf einem Industriegelände (ehemaliges Sendergelände)



  • Szenario 1: Brandbekämpfung und Personensuche in einer Industriehalle.

Mehrere verletzte Personen mussten aus der Halle gerettet werden. Hierbei gingen die Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten vor, suchten das komplette Gebäude ab, löschten Brände und retteten zahlreiche Verletzte. Durch den Einsatz von Pyrotechnik wurde durch die Übungsleitung eine realistisches Übungsszenario geschaffen.

 

  • Szenario 2: Rettung aus PKW und Brandbekämpfung

Aus einem, durch die Explosion verunfalltem PKW, mussten 4 Verletzte befreit werden. Hierbei ging die Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät vor. Als kleine „Nebenaufgabe" musst noch ein brennender Holzstapel gelöscht werden.

 

  • Szenario 3: Rettung aus großer Höhe und Befreiung aus PKW

Aus einem in eine Baugrube gestürzten PKW musst der Fahrer gerettet werden. Weiter wurde ein Arbeiter mit einem Flaschenzug von einem Hallenkran gerettet

 

Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und Gefahrstoffaustritt aus einem LKW

 

Ein PKW mit drei Insassen ist gegen einen LKW gefahren. Die Ladung des LKW wurde durch den Aufprall beschädigt und Ammoniak ist ausgetreten.

 

  • Szenario 1: Gefahrstoffaustritt aus LKW

Die Feuerwehr rettete mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) den LKW Fahrer und Beifahrer, führte Messungen durch und fing die Flüssigkeit provisorisch auf. Gleichzeitig wurde ein Dekontaminationsplatz errichtet, um die Einsatzkräften nach dem Einsatz zu dekontaminieren.

 

  • Szenario 2: Verunfallter PKW mit eingeklemmten Insassen

Durch die Kollision mit dem LKW wurden die drei Insassen des PKW eingeklemmt und mussten
durch das THW und die Feuerwehr befreit werden. Hierzu wurde das Fahrzeug aus dem Gefahrenbereich gebracht und anschließend die Insassen mit hydraulischem Gerät befreit.

 

 

Im Anschluss gabe es im Feuerwehrhaus Goldach eine Übungsnachbesprechung. Der gemeinsame Übungstag hat gezeigt, dass dieser für die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen enorm wichtig ist.

 

Die Feuerwehr Goldach bedankt sich bei allen Teilnehmern und freut sich auf den nächsten Übungstag. 

 

 

 

Teilnehmer:

  • Feuerwehr Goldach
  • Feuerwehr Hallbergmoos
  • Feuerwehr Eching
  • Feuerwehr Dietersheim
  • ABC-Gruppe Landkreis Freising
  • Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) Landkreis Freising
  • THW Freising
  • Polizeihubschrauberstaffel Bayern
  • Malteser Flughafen München
  • Malteser Erding
  • Johanniter Allershausen
  • BRK Erding
  • Krisen-Interventions-Team Erding/ Freising

 

 

 

Bilder 1. Übung

Bilder 2. Übung

22. Mai 2013 - Gefahrgutübung forderte Teamarbeit

Tausende von Lastwagen sind täglich auf den Straßen unterwegs, um uns mit den Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Viele dieser Lastwagen haben auch Gefahrgüter geladen.

 

Falls ein Fahrzeug verunglückt, ist es Aufgabe der Feuerwehr, Gefahren für die Bevölkerung und die Umwelt abzuwenden. Die Freiwillige Feuerwehr Goldach nimmt im Bereich der Gefahrguteinsätze im Gemeindebereich Hallbergmoos die Schlüsselrolle ein.

Um bei Gefahrguteinsätzen schnell Hilfe leisten zu können, muss das Fachwissen bei einem so einem komplexen und schwierigen Thema immer wieder aufgefrischt und auf den aktuellen Stand gebracht werden.

 

Die Ausgangslage:
Bei Entladearbeiten auf einem Betriebsgelände wurde ein Fass mit Essigsäure beschädigt und der Inhalt floss langsam aus. Der LKW-Fahrer wurde verletzt.

Mitarbeiter der Speditionsfirma leiteten erste Maßnahmen ein und alarmierten die Feuerwehr über den Notruf 112.

Aufgabe der Feuerwehr war zuerst die Erkundung der Einsatzstelle, die Ermittlung des auslaufenden Gefahrstoffes mit Hilfe der Kennzeichnung und den Transportpapieren und die Rettung des LKW-Fahrers.
Der erste Trupp erkundete unter Atemschutz die Lage am Einsatzort. Ein umgefallener Behälter wurde sofort aufgestellt, um ein weiteres Auslaufen der Flüssigkeit zu verhindern. Der LKW-Fahrer wurde nach den ersten Maßnahmen aus dem Gefahrenbereich gerettet.

Danach wurde der Gefahrenbereich abgesperrt und der Dekontaminationsplatz errichtet, um die mit der Flüssigkeit in Kontakt gekommenen Feuerwehrleute später zu reinigen. Der zweite Trupp rüstete sich mit Chemikalienschutzkleidung aus und führte weitere Sicherungsmaßnahmen vor Ort durch.

Anschließend wurden beide im Gefahrenbereich eingesetzten Trupps dekontaminiert.

 

Die Übung hat mal wieder gezeigt, dass Gefahrguteinsätze sehr personalintensiv sind und eine gute Teamarbeit Voraussetzung für den Einsatzerfolg ist.

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